Was ist was
Wer sind wir?
Die Freiwillige Feuerwehr Prien besteht aus rund 120 ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern, davon sind etwa zehn Prozent Frauen. Unsere Mannschaft bildet einen Querschnitt der Gesellschaft ab: Alle Berufs- und Altersgruppen sind vertreten – vom Schüler oder Studenten über Angestellte, Handwerker, Ingenieure und Beschäftigte in sozialen Berufen bis hin zu Beamten und Unternehmern.
Auch die Altersstruktur ist ausgewogen: Rund ein Drittel unserer aktiven Mitglieder ist unter 25 Jahre alt, etwa 45 Prozent sind zwischen 26 und 45 Jahren, und rund ein Viertel befindet sich im Alter von 46 bis 67 Jahren.
Ich habe den Notruf 112 gewählt und jetzt?
Geht bei der Integrierten Leitstelle ein Notruf ein, werden die notwendigen Informationen aufgenommen und im System erfasst. Nach der Auswertung der benötigten Einsatzmittel wird die zuständige Feuerwehr über sogenannte Funkmeldeempfänger („Piepser“) sowie zusätzlich per Handyalarmierung alarmiert.
Diese tragen unsere Feuerwehrfrauen und -männer rund um die Uhr bei sich – meist am Gürtel oder in der Hosentasche. Sekundenbruchteile nach der Alarmierung machen sich die Geräte durch Piepsen und Vibration bemerkbar. Jetzt zählt jede Sekunde.
Unabhängig davon, ob gerade gearbeitet, gegessen, geschlafen oder Zeit mit der Familie verbracht wird: Der Einsatz hat Priorität. Im Laufschritt, mit dem Auto oder dem Fahrrad geht es zum Feuerwehrhaus in der Bernauerstraße 62. Dort wird die Einsatzkleidung angelegt, die Fahrzeuge werden besetzt – und schon geht es los, überwiegend mit Blaulicht und Martinshorn.
Schnelle Hilfe – ehrenamtlich
Im Durchschnitt treffen wir bereits nach 6 bis 10 Minuten am Einsatzort ein.
Davon entfallen etwa 1,5 Minuten auf die Gesprächs- und Dispositionszeit in der Leitstelle. Ab der Alarmierung benötigen unsere Einsatzkräfte im Schnitt rund 8 Minuten, um auszurücken und vor Ort Hilfe zu leisten.
All das geschieht freiwillig und ehrenamtlich, oft während der regulären Arbeitszeit. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bei den Arbeitgebern und Familien bedanken, die dieses Engagement regelmäßig unterstützen und ermöglichen – zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger.
Die Feuerwehr im Straßenverkehr
Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gehören zum Straßenbild. Sind diese Fahrzeuge mit Sondersignal (Blaulicht und Martinshorn) unterwegs, genießen sie besondere Rechte. So dürfen sie beispielsweise die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreiten oder rote Ampeln überfahren – stets unter besonderer Vorsicht und Rücksichtnahme.
Alle anderen Verkehrsteilnehmer sind verpflichtet, unverzüglich Platz zu machen. Das bedeutet: rechts heranfahren, bei Bedarf auch auf der Gegenfahrbahn. Ist es notwendig, darf dabei auch eine rote Ampel überfahren werden – selbstverständlich ohne andere zu gefährden.
Rettungsgasse rettet Leben
Auf Autobahnen und mehrspurigen Straßen muss eine Rettungsgasse bereits bei stockendem Verkehr gebildet werden – spätestens ab einer Geschwindigkeit von etwa 10 km/h. Wird zu spät reagiert, lässt sich die Rettungsgasse oft nicht mehr herstellen.
Auf dem Weg ins Feuerwehrhaus
Besonders schwierig ist die Situation für Feuerwehrangehörige auf dem Weg ins Feuerwehrhaus im Privat-Pkw. Auch hier ist Eile geboten, für andere Verkehrsteilnehmer jedoch nicht erkennbar. Während früher Sirenen die gesamte Bevölkerung warnten, erfolgt die Alarmierung heute über Funkmeldeempfänger („Piepser“) und Handyalarmierung. Dadurch wissen nur noch die Einsatzkräfte, dass es dringend ist. Umso wichtiger sind Vorsicht, Aufmerksamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme.
Ein kleines Zeichen der Wertschätzung
Auch ohne Blaulicht und Martinshorn freuen wir uns über einen freundlichen Gruß. Wir sind für euch unterwegs – nicht nur bei dringenden Einsätzen.
Bewegungsfahrten
Unsere Übungen führen uns regelmäßig auf die Straßen von Prien. In unserer Fahrzeughalle stehen derzeit elf Einsatzfahrzeuge, davon sechs Großfahrzeuge (Lkw). Zwei weitere Fahrzeuge sind in der Fahrzeughalle auf der Herreninsel stationiert.
Damit wir im Einsatzfall sicher und zügig ans Ziel kommen, ist regelmäßiges Training unerlässlich. Unsere Maschinisten üben dabei den Umgang mit den unterschiedlichen Fahrzeugtypen und machen sich mit den bestmöglichen Anfahrtswegen im Ortsgebiet vertraut. Da Einsätze jederzeit stattfinden können, rückt bei Übungen grundsätzlich die gesamte Mannschaft mit aus.
Wundere dich also nicht, wenn Mittwochabends mehrere Feuerwehrfahrzeuge scheinbar ziellos durch Prien unterwegs sind – wir sind im Übungsbetrieb.
Und wenn du Lust hast: Interessierte zukünftige Feuerwehrlerinnen und Feuerwehrler dürfen gerne einmal mitfahren!