Bürgerinfo
Aktiver Dienst
Stell dir vor, es brennt – und niemand kommt zur Hilfe.
Kannst du dir das in der heutigen Zeit überhaupt vorstellen?
Nein? Wir auch nicht.
Denn wir sind rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, für dich da.
Wenn Du....
- gerne im Team mit anderen Menschen eine gemeinsame Aufgabe bewältigst.
- neue Herausforderungen suchst und Verantwortung übernehmen möchtest.
- in Notsituationen ruhig, kompetent und überlegt handeln willst.
- in Prien a. Chiemsee wohnst oder arbeitest.
- zwischen 18 und 67 Jahren alt bist.
- körperlich fit bist.
Dann erwartet dich bei uns …
- eine interessante, vielseitige und sinnvolle Aufgabe
- die Erfahrung, Menschen in Not helfen zu können
- eine fundierte und praxisnahe Ausbildung
- eine erfahrene Mannschaft aus allen Berufsgruppen
(Handwerker, Kaufleute, Schüler, Studenten und Angestellte) - eine starke Gemeinschaft mit echtem Teamgeist
- modernste Fahrzeuge, Geräte und Technik
- hochwertige Schutzkleidung für maximale Sicherheit im Einsatz
Mach mit – wir freuen uns auf dich!
Deine Freiwillige Feuerwehr Prien
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Du hast Interesse an der Feuerwehr Prien oder möchtest uns unterstützen?
Dann melde dich gerne bei uns oder komm einfach vorbei.
Übungen:
🗓️ Siehe Termine
Telefon:
📞 08051 / 963550
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📧 info@feuerwehr-prien.de
Fördermitgliedschaft
Sie können oder möchten kein aktives Mitglied werden, wollen die Feuerwehr aber dennoch unterstützen?
Dann werden Sie Fördermitglied!
Als Fördermitglied leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Zukunft und Einsatzfähigkeit der Feuerwehr. Der Feuerwehrverein unterstützt neben den aktiven Einsatzkräften unter anderem den Brand-, Umwelt- und Katastrophenschutz, die Jugendarbeit, die Alters- und Ehrenabteilung sowie die Brandschutzerziehung, Aus- und Weiterbildung.
Verwendung der Förderbeiträge
Ihre Beiträge kommen vollständig dem Brandschutz und der Feuerwehrarbeit zugute, insbesondere für:
- Anschaffung zusätzlicher Ausrüstung
- Unterstützung der Jugendfeuerwehr und der Jugendarbeit
- Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen
- Pflege der Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr
Unterstützen Sie uns – für mehr Sicherheit in Prien.
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Haben Sie Fragen oder wünschen weitere Informationen?
Wir helfen Ihnen gerne weiter.
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📧 vorstand@feuerwehr-prien.de
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Spenden
Wir freuen uns über Ihre Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Prien. Mit Ihrer zweckgebundenen Spende tragen Sie dazu bei, zusätzliche Ausrüstung zu beschaffen, die unsere Arbeit im Einsatz erleichtert und sicherer macht.
FFW Prien e.V.
Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG
IBAN: DE57 7116 0000 0001 0739 82
BIC: GENODEF1VRR
Selbstverständlich stellen wir Ihnen auf Wunsch eine Spendenquittung aus. Bitte vermerken Sie dazu Ihren Namen und Ihre vollständige Anschrift im Verwendungszweck.
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📧 kassier@feuerwehr-prien.de
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Hintergrundinformationen zum Feuerwehrwesen in Bayern
Der Abwehrende Brandschutz und der Technische Hilfsdienst werden in Bayern zu 98 % durch Freiwillige Feuerwehren sichergestellt. Das sind rund 7.700 Freiwillige Feuerwehren mit ca. 320.000 ehrenamtlichen Feuerwehrmännern und -frauen.
Nur in Städten mit über 100.000 Einwohnern reicht i.d.R. eine Freiwillige Feuerwehr zur Erfüllung der Aufgaben einer Stadt u.a. aufgrund der Einsatzhäufigkeit nicht aus. Hier können die Städte dann eine Berufsfeuerwehr aufstellen. In Bayern sind dies die Städte Augsburg, Fürth, Ingolstadt, München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg. Dort stehen insgesamt rund 2.500 hauptberufliche Feuerwehreinsatzkräfte im Schichtdienst rund um die Uhr zur Verfügung.
Zudem gibt es in über 170 Betrieben wie z.B. BMW, Flughafen München oder andere Industrieunternehmen anerkannte Werkfeuerwehren. Rund 80 Betriebe unterhalten zudem eine freiwillige Betriebsfeuerwehr mit Betriebsangehörigen.
Jährlich werden von den bayerischen Feuerwehren ca. 284.000 Einsätze abgearbeitet. Das heißt, dass in Bayern ca. alle 2 bis 3 Minuten eine Feuerwehr alarmiert wird.
Die Freiwilligen Feuerwehren werden auf der Grundlage des Bayerischen Feuerwehrgesetzes von den Gemeinden und Städten aufgestellt, ausgerüstet und unterhalten. Sie sind damit ein Teil der kommunalen Daseinsvorsorge für den Bürger.
Bei den Freiwilligen Feuerwehren besteht das Personal aus ehrenamtlich tätigen Bürgerinnen und Bürgern, d. h., dass diese neben ihrer eigentlich beruflichen Tätigkeit ein sicherheitsrelevantes Ehrenamt im Rahmen einer Pflichtaufgabe der Gemeinde/Stadt, ausüben. Dafür erhalten sie kein Geld. Die Gemeinde/Stadt stellt hierbei nur die Ausstattung bereit. Die ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger stellen ihre Freizeit und ihre Arbeitskraft der Gemeinde zur Verfügung.
Die ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden sind zur Teilnahme an Einsätzen, Ausbildungsveranstaltungen, Sicherheitswachen und an Bereitschaftsdiensten verpflichtet.
Arbeitnehmern dürfen aus dem Feuerwehrdienst keine Nachteile im Arbeitsverhältnis sowie in der Sozial- und Arbeitslosenversicherung erwachsen. Während des Feuerwehrdienstes, insbesondere während der Teilnahme an Einsätzen, Ausbildungsveranstaltungen, Sicherheitswachen und am Bereitschaftsdienst und für einen angemessenen Zeitraum danach sind sie zur Arbeitsleistung nicht verpflichtet und vom Arbeitgeber freizustellen. Für Zeiten der Freistellung ist der Arbeitgeber verpflichtet, das Arbeitsentgelt einschließlich aller Nebenleistungen und Zulagen fortzuzahlen.
Finden sich nicht genügend Ehrenamtliche für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst, kann die Gemeinde eine Pflichtfeuerwehr anordnen. Nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz können alle Gemeindebürger zwischen dem 18. und dem vollendeten 60. Lebensjahr zum Feuerwehrdienst herangezogen werden.
Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehren sind sehr vielfältig und deren Bewältigung erfordert eine professionelle und anhaltende Aus- und Fortbildung. Zu den gängigsten Lehrgängen zählen neben der verpflichtenden Grundausbildung (Modulare Truppausbildung), die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger, Maschinisten, Gruppenführer.
Daneben setzt eine funktionierende Wehr voraus, dass genügende geeignete Ehrenamtliche nötige Lehrgänge, etwa zum Gerätewart, Ausbilder einer Feuerwehr oder Jugendwart absolvieren.
Eine Vielzahl spezialisierter Lehrgänge ist zudem nötig, um die Feuerwehrdienstleistenden für den Einsatzdienst in Hinblick auf die örtlichen Gegebenheiten im Wachgebiet zu qualifizieren (z.B. ABC-Dekontamination, Bootsführer, Flughelfer u.v.m.)
Presseinformation des Landesfeuerwehrverband Bayern vom 26.04.2022
Notruf 112
Ein Notruf ist eine gezielte Alarmierung professioneller Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei. Nach Eingang des Anrufs beurteilt die Leitstelle die Situation und entscheidet über Art und Umfang des Einsatzes.
Notrufnummer 112
Ohne Vorwahl, aus allen Netzen und europaweit erreichbar.
Die 5 W- Fragen...
Wer ist am Telefon?
Was ist passiert?
Wo ist es passiert?
Wie viele Verletzte?
Warten auf Rückfragen!
Wann rufe ich die 112?
Immer wenn akute Notfallsituationen auftreten, in denen unmittelbar Hilfe erforderlich ist, wählen Sie die 112 – die Notrufnummer von Rettungsdienst und Feuerwehr.
Auch wenn eine Situation unklar ist oder der Verletzungsgrad nicht eindeutig eingeschätzt werden kann, gilt:
👉 Rufen Sie in jedem Fall den Rettungsdienst.
Notruf bei Bränden
Das Gleiche gilt bei einem Brandfall. Hier ist stets umsichtiges Handeln gefragt:
Handelt es sich beispielsweise um den Brand einer kleinen, freistehenden Mülltonne auf einer Wiese, die gefahrlos selbst gelöscht werden kann und bei der niemand in Gefahr ist, kann das Problem möglicherweise eigenständig gelöst werden.
Im Zweifel gilt jedoch immer:
👉 Lieber einmal zu viel die 112 wählen als einmal zu wenig.
⚠️ Achtung: Missbrauch des Notrufs!
Das absichtliche oder wissentliche Absetzen eines unbegründeten Notrufs stellt in Deutschland eine Straftat dar (§ 145 StGB).
Der Missbrauch eines Notrufs kann zudem eine Schadensersatzpflicht gegenüber den beteiligten Organisationen sowie gegenüber Dritten nach sich ziehen.
Blaulicht und Martinshorn
Mitten in der Nacht werden Sie durch das Martinshorn und den Lärm eines Feuerwehrfahrzeugs geweckt.
Was geht Ihnen durch den Kopf?
- Hoffentlich kommen Sie rechtzeitig?
- Sind unsere Kinder zu Hause?
- Hoffentlich ist nichts Schlimmes passiert?
Oder denken Sie sich vielleicht:
- Was soll dieser Lärm? Ich muss morgen früh raus.
- Muss das denn sein – nachts ist doch niemand auf der Straße.
Warum Eile notwendig ist
Die Alarmierung der Feuerwehr erfolgt ausschließlich bei einer Notlage. In solchen Situationen können Sekunden oder Minuten über Leben und Tod, Kleinbrand oder Großbrand entscheiden. Höchste Eile ist daher zwingend erforderlich, um Gefahren für Menschen, Tiere und Sachwerte abzuwenden.
Aus diesem Grund werden den Einsatzkräften Sonderrechte nach § 35 und § 38 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) eingeräumt. Diese erlauben es den Hilfsorganisationen, unter Nutzung von Blaulicht und Martinshorn schnellstmöglich zur Einsatzstelle zu gelangen.
Blaulicht und Martinshorn bedeuten dabei eindeutig:
Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen.
Ehrenamt im Einsatz – jederzeit bereit
Bitte denken Sie daran, dass auch die freiwilligen Einsatzkräfte noch wenige Minuten zuvor am Arbeitsplatz, bei ihren Familien oder im Bett waren. Sie lassen alles stehen und liegen, um Menschen in Not zu helfen – und kehren nach dem Einsatz wieder in ihren Alltag zurück.
Sollten auch Sie eines Tages Hilfe benötigen, können Sie sich auf uns verlassen:
rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.
Ihre Freiwillige Feuerwehr Prien
Defibrillator (AED)
Ein Defibrillator – umgangssprachlich „Defi“ – ist ein medizinisches Gerät zur Defibrillation. Durch gezielte Stromstöße kann er lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen wie Kammerflimmern beenden und so die Überlebenschancen deutlich erhöhen.
Defibrillatoren kommen unter anderem auf Intensivstationen, in Operationssälen, Notaufnahmen sowie in Fahrzeugen des Rettungsdienstes zum Einsatz.
Auch unser Feuerwehrfahrzeug „Prien 12/1“ ist mit einem Defibrillator ausgestattet und dient unter anderem als Erstversorgungsfahrzeug.
Seit den 1990er-Jahren werden Defibrillatoren zudem als Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) zunehmend in öffentlichen Gebäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen, Rathäusern und weiteren stark frequentierten Orten bereitgehalten. Diese Geräte sind speziell für die Anwendung durch medizinische Laien konzipiert und erklären die einzelnen Schritte selbstständig per Sprachansage.

Standorte von Defibrillatoren in Prien a. Chiemsee:
| ADTV Tanzschule Wangler Bachstr. 17 Verfügbarkeit: Öffnungszeiten |
Aktiva-Medici Hochfellnstraße 1 Verfügbarkeit: Öffnungszeiten |
| Camping Harras Harrasser Str. 135 - Sanitärsgebäude Verfügbarkeit: 10.4.-1.11. von 6 - 22 Uhr |
Chiemsee-Schifffahrt Fessler Warteraum König-Ludiwg Säule Verfügbarkeit: Fahrzeiten der Schifffahrt |
| Feuerwehrhaus Atzing Florianweg 8 Verfügbarkeit: 24 Stunden |
LKZ Prien GmbH Joseph-von-Frauenhofer-Str. 9 Verfügbarkeit: Öffnungszeiten |
| Ludwig-Thoma-Gymnasium Prien Seestraße 25 - Turnhallenbereich Verfügbarkeit: Schulzeiten |
Rathaus Prien Rathauslatz 1 - Eingangsfoyer Verfügbarkeit: Öffnungszeiten |
| Sportpark Prien Am Sportplatz 2 Verfügbarkeit: 24 Stunden |
Tourismusbüro Alte Rathausstraße 11 Verfügbarkeit: Öffnungszeiten |
| Stippel Werft Seestr. 127 - Außentreppe Verfügbarkeit: 24 Stunden |
Volksbank Raiffeisenbank Bahnhofsstraße 7 - Foyer Verfügbarkeit: 24 Stunden |
Rettungsgasse – Leben retten durch Platz machen
Bei einem Unfall können Sekunden oder Minuten über Leben und Tod entscheiden. Kommt es zu einem Stau, verlieren Einsatzkräfte oft wertvolle Zeit, wenn Fahrspuren blockiert sind oder der Pannenstreifen nicht frei ist.
Mit der Rettungsgasse sorgen Sie dafür, dass Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei schnell und sicher zum Unfallort gelangen. Verletzte können schneller versorgt, Aufräumarbeiten früher begonnen und der Stau rascher aufgelöst werden.
👉 Wichtig: Bereits bei stockendem Verkehr muss eine Rettungsgasse gebildet und offen gehalten werden.
Was ist zu tun?
Bilden Sie sofort bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse und halten Sie diese frei:
- Geschwindigkeit verringern und das Fahrzeug parallel zur Fahrtrichtung ausrichten, damit es nicht in die Rettungsgasse hineinragt
- Ausreichend Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug halten, um rangieren zu können
- Die Rettungsgasse offen halten, bis der Verkehr wieder fließt – nicht alle Einsatzfahrzeuge passieren gleichzeitig
Die Rettungsgasse darf ausschließlich von Einsatz- und Hilfsfahrzeugen mit Blaulicht und/oder Martinshorn befahren werden, z. B.:
- Rettungsdienst
- Feuerwehr
- Polizei
- Abschlepp- und Bergungsdienste
- Absicherungs- und Reinigungsfahrzeuge der Straßenbauverwaltung
RICHTIGES VERHALTEN
🚗 Zwei Fahrstreifen in eine Richtung
- Linker Fahrstreifen: so weit wie möglich nach links
- Rechter Fahrstreifen: so weit wie möglich nach rechts, auch auf den Pannenstreifen
🚙 Drei Fahrstreifen in eine Richtung
- Linker Fahrstreifen: so weit wie möglich nach links
- Mittlerer und rechter Fahrstreifen: so weit wie möglich nach rechts, auch auf den Pannenstreifen
🏙️ Innerorts
- Straßen mit je einer Fahrbahn pro Richtung:
Fahrzeuge an den rechten Fahrbahnrand lenken
🚦 An Ampelanlagen
- Bei Rot: möglichst nah an den rechten Fahrbahnrand fahren; falls nötig, vorsichtig über die Haltelinie hinausfahren, damit Einsatzfahrzeuge passieren können
- Bei Grün: ebenfalls an den rechten Fahrbahnrand fahren und Einsatzfahrzeuge vorbeilassen
Rauchmelder retten Leben
Die meisten Brandopfer verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Dabei ist nicht das Feuer die größte Gefahr, sondern der Brandrauch:
Mehr als 90 % der Brandtoten sterben an den Folgen einer Rauchvergiftung.
Tagsüber wird ein Brand häufig schnell bemerkt und gelöscht. Nachts jedoch schläft auch der Geruchssinn – Betroffene werden im Schlaf überrascht. Rauchmelder haben sich deshalb als lebensrettende Maßnahme bewährt.
In Deutschland sterben jährlich rund 500 Menschen bei Bränden, die meisten davon in Privathaushalten. Rauchmelder warnen durch einen lauten Alarm auch im Schlaf und verschaffen Ihnen wertvolle Zeit, um sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen.
Gefährliche Irrtümer:
Viele Menschen unterschätzen die Gefahr eines Brandes. Die folgenden Annahmen sind weit verbreitet – aber lebensgefährlich:
❌ „Ich habe mehr als 10 Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen.“
Irrtum. Durchschnittlich bleiben nur 2 bis 4 Minuten zur Flucht. Bereits kurz nach Brandausbruch entstehen hochgiftige Rauchgase, besonders in der Schwelphase.
❌ „Die Hitze wird mich rechtzeitig wecken.“
Falsch. Rauch ist deutlich gefährlicher als Flammen oder Hitze. Die entstehenden Gase führen innerhalb kürzester Zeit zu Bewusstlosigkeit und Erstickung.
❌ „Nachbarn oder Haustiere werden mich warnen.“
Eine gefährliche Fehleinschätzung – besonders nachts, wenn Nachbarn schlafen und Haustiere sich in anderen Räumen befinden.
❌ „Wer aufpasst, ist vor Bränden sicher.“
Nein. Häufige Brandursachen sind elektrische Defekte, überlastete Leitungen, Geräte im Standby-Betrieb oder auch Brände im Keller oder in Nachbarwohnungen – völlig unabhängig vom eigenen Verhalten.
❌ „Steinhäuser brennen nicht.“
Ein Gebäude muss nicht brennen, um tödlich zu sein. Schon Gardinen, Tapeten oder geringe Mengen Schaumstoff (z. B. in Möbeln) reichen aus, um lebensgefährlichen Rauch zu erzeugen.
❌ „Rauchmelder sind zu teuer.“
Ein Rauchmelder ist eines der einfachsten und wirksamsten Mittel des vorbeugenden Brandschutzes. In Deutschland sterben täglich Menschen bei Bränden.
Was ist Ihnen Ihr Leben wert?
Unser Appell:
🏠 Statten Sie Ihre Wohnung mit Rauchmeldern aus – sie retten Leben.
Ihre Freiwillige Feuerwehr Prien
Quelle Freiwillige Feuerwehr Lage
Brandklassen & Feuerlöscher
Brandklassen dienen der Einteilung brennbarer Stoffe und sind entscheidend für die Wahl des richtigen Löschmittels. Ein falsches Löschmittel kann einen Brand verschlimmern oder sogar zu Explosionen führen.
Jeder Feuerlöscher ist mit einem Piktogramm gekennzeichnet, das zeigt, für welche Brandklassen er geeignet ist.
Nach der europäischen Norm EN 2 werden brennbare Stoffe in fünf Brandklassen (A–F) eingeteilt.
🔥 Brandklasse A – Feste Stoffe
Brennbare feste Stoffe, meist mit Glutbildung.
Beispiele:
Holz, Papier, Textilien, Kohle, Stroh, Heu, einige Kunststoffe
Geeignete Löschmittel:
- Wasser
- Schaum
- ABC-Pulverlöscher
🔥 Brandklasse B – Flüssige Stoffe
Brennbare Flüssigkeiten oder Stoffe, die bei Hitze flüssig werden.
Sie brennen ohne Glut, ausschließlich mit Flammen.
Beispiele:
Benzin, Öl, Alkohol, Farben, Lacke, Wachs, Teer, Kunststoffe
⚠️ Achtung: Niemals mit Wasser löschen – Explosionsgefahr!
Geeignete Löschmittel:
- Schaum
- ABC- oder BC-Pulverlöscher
- CO₂-Löscher
- Löschdecke (kleine Brände)
🔥 Brandklasse C – Gase
Brennbare Gase, ebenfalls ohne Glutbildung.
Beispiele:
Propan, Butan, Methan, Erdgas, Wasserstoff, Acetylen
Geeignete Löschmittel:
- ABC- oder BC-Pulverlöscher
❌ Wasser, Schaum und CO₂ sind ungeeignet.
🔥 Brandklasse D – Metalle
Brände von brennbaren Metallen, sehr selten im Alltag, aber extrem gefährlich.
Beispiele:
Aluminium, Magnesium, Natrium, Kalium, Lithium
⚠️ Niemals mit Wasser löschen!
Es besteht akute Explosionsgefahr.
Geeignete Löschmittel:
- Metallbrandpulver
- Trockener Sand
- Trockener Zement
- Trockenes Salz
🔥 Brandklasse F – Speisefette & -öle
Typische Küchenbrände, besonders gefährlich durch hohe Rückzündungsgefahr.
Seit 2005 eigene Brandklasse.
Beispiele:
Fett- oder Ölbrände in Pfannen und Fritteusen
⚠️ Niemals mit Wasser löschen!
Es kommt zu einer Stichflamme.
Richtiges Vorgehen:
- Herd ausschalten
- Pfanne mit Metalldeckel abdecken
- Pfanne ggf. vorsichtig von der Platte ziehen
Geeignete Löschmittel:
- Fettbrandlöscher (Brandklasse F)
Löschdecken, Pulver- und CO₂-Löscher sind nur eingeschränkt oder ungeeignet.
❗ Wichtig
👉 Verwenden Sie nur Feuerlöscher, die für die jeweilige Brandklasse zugelassen sind.
👉 Ihre eigene Sicherheit geht immer vor.
👉 Bei Unsicherheit: Notruf 112 wählen.
🧯 Feuerlöscher sollten regelmäßig gewartet und überprüft werden – mindestens alle 2 Jahre.
Erreichbarkeiten Ihres Objektes
Die Freiwillige Feuerwehr Prien a. Chiemsee hält Erreichbarkeitslisten für die wichtigsten Priener Objekte bereit, um im Einsatzfall schnell Objektverantwortliche infromieren bzw. hinzuziehen zu können.
Deshalb bitten wir Sie, sollte sich bei Ihren Objekt etwas ändern, das folgende Formular vollständig ausgefüllt an uns zu senden.
Postalisch können Sie das an die Feuerwehr Prien, Bernauer Straße 62, 83209 Prien am Chiemsee,
per Fax an die (08051)9 63397 oder an unsere eMail-Adresse: Feuerwehr@Feuerwehr-Prien.de
Warn-App "NINA"
Kostenlose Bürgerinformation
Katastrophen und Gefahrenlagen treten häufig unerwartet auf – zum Beispiel durch schwere Unwetter, Hochwasser, Großbrände oder schwere Unglücksfälle. In solchen Situationen ist eine schnelle und zuverlässige Information der Bevölkerung entscheidend.
Der Bund hat dafür das Modulare Warnsystem entwickelt. Es dient der Warnung und Information der Bürgerinnen und Bürger bei Gefahren- und Zivilschutzlagen.
Was ist NINA?
Die kostenlose Warn-App „NINA“ (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) informiert Sie direkt auf Ihrem Smartphone über aktuelle Gefahren in Ihrer Region.
Funktionen der App
- Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes
- Informationen zu Gefahrstoffausbreitungen und Großbränden
- Integrierte Wetterwarnungen
- Aktuelle Hochwasserinformationen
Kostenfrei & zuverlässig
Die Nutzung der App ist kostenlos und trägt dazu bei, sich frühzeitig auf Gefahrensituationen vorzubereiten und richtig zu reagieren. Zum Download
Laden Sie jetzt die kostenlose Warn-App „NINA“ herunter und bleiben Sie im Ernstfall informiert.

Nutz- und Brauchtumsfeuer
Wer kann ein geplantes Feuer melden?
Alle Personen, die ein Brauchtumsfeuer, Daxenfeuer oder ein sonstiges genehmigtes Zweckfeuer planen, können dieses kostenfrei, schnell und unkompliziert online melden.
Das Meldeportal richtet sich an Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim sowie der Stadt Rosenheim.
Wichtig:
Diese Meldung ersetzt nicht die erforderliche Genehmigung der zuständigen Gemeinde. Die Nutzung des Meldeportals ist freiwillig.
Was bringt eine Anmeldung?
Die Integrierte Leitstelle (ILS) erhält durch die Meldung einen schnellen und übersichtlichen Überblick über Ort, Zeitpunkt und Umfang geplanter Feuer.
Geht ein Notruf wegen Rauchentwicklung oder Feuer ein, kann der Leitstellenmitarbeiter erkennen, ob es sich um ein angemeldetes Brauchtums- oder Daxenfeuer handelt. Dadurch lassen sich Notrufe besser einschätzen und Fehlalarmierungen reduzieren.
Warum ist eine zusätzliche Meldung sinnvoll?
Die Zahl der Einsätze ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Rund ein Viertel aller Einsätze betrifft die Freiwilligen Feuerwehren.
Weniger Fehlalarmierungen bedeuten:
- geringere Belastung der Einsatzkräfte
- mehr verfügbare Ressourcen für echte Notfälle
Helfen Sie mit, unnötige Einsätze zu vermeiden und die Einsatzkräfte zu entlasten.
Link: Anmeldung Nutz- und Brauchtumsfeuer
Link: Information Waldbrandgefahr
Krisen & Katastrophen
Der Zivil- und Katastrophenschutz ist eine staatliche und kommunale Aufgabe. Im Alltag haben Bürgerinnen und Bürger damit meist nur wenig Berührung. Die vergangenen Jahre haben jedoch gezeigt, dass Landkreise und ganze Regionen schnell und unerwartet von Krisen oder Großschadenslagen betroffen sein können.
Mögliche Szenarien sind unter anderem:
- Hochwasser
- Großbrände
- Explosionen
- Zug- oder Busunglücke
- Flugzeugabstürze
Eine gute Vorbereitung sowie eine funktionierende Warn- und Informationsstruktur sind entscheidend, um im Ernstfall richtig reagieren zu können.
Wichtig für jeden Einzelnen
Ein Krisen- oder Katastrophenfall kann jede und jeden betreffen. Deshalb kann auch jeder Einzelne durch umsichtiges Verhalten Einfluss auf das Einsatzgeschehen nehmen.
Eine gute Vorbereitung hilft, Schäden zu reduzieren und im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben. Dazu gehört zum Beispiel:
- den Keller hochwassersicher zu gestalten
- einen kleinen Vorrat an Lebensmitteln und wichtigen Alltagsgütern zu Hause zu haben
Im Ereignisfall informieren wir Sie möglichst schnell und zuverlässig:
- auf dieser Homepage
- über soziale Medien
- über regionale Medien
So stellen wir sicher, dass Sie jederzeit gut informiert sind.
Wichtig für jeden Einzelnen
Eigenvorsorge – Hilfe zur Selbsthilfe
Katastrophen oder ähnlich schwere Schadens- und Gefahrenlagen treten meist unerwartet auf. In solchen Situationen bleibt Bürgerinnen und Bürgern oft keine oder nur sehr wenig Zeit, um sich auf die Notlage einzustellen.
Eine gute Eigenvorsorge schafft ein wichtiges Maß an Sicherheit und hilft, im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben. Die folgende Checkliste soll Ihnen als Orientierung dienen und zeigen, welche Dinge Sie zu Hause bereithalten sollten:
Verhalten im Katastrophenfall
Aktuelle und verlässliche Informationen erhalten Sie über Medien, die live verfügbar sind, insbesondere:
- Radio
- Fernsehen
- Internet
In einzelnen Bereichen können zusätzlich Lautsprecherdurchsagen erfolgen. Achten Sie in jedem Fall auf offizielle Informationen und Anweisungen der Behörden.
Informationen des Landkreises Rosenheim
Der Landkreis Rosenheim informiert im Ereignisfall fortlaufend:
- auf der Startseite dieser Homepage
- über den Kurznachrichtendienst X (ehemals Twitter) unter @Kreis_Rosenheim, mit aktuellen Lageentwicklungen und Hinweisen
Weitere Informationen und Vorsorge
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt umfassende Informationen zur persönlichen Vorsorge sowie zum richtigen Verhalten in Notsituationen bereit.
Den offiziellen Ratgeber finden Sie unter:
www.bbk.bund.de
Hilfe zur Selbsthilfe - Lebensmittelvorrat
🔥 Wichtige Hinweise nach einem Brandereignis
In Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus hat es gebrannt. Die Feuerwehr hat den Brand gelöscht und weiteren Schaden verhindert. Nach einem Brand stellen sich oft viele Fragen – hier finden Sie die wichtigsten Antworten auf einen Blick.
❓ Was ist nach dem Brand zu tun?
Nach dem vollständigen Löschen ist der Einsatz der Feuerwehr beendet. Eine Brandwache wird nur gestellt, wenn weiterhin eine Gefahr besteht.
Nach Freigabe durch Feuerwehr und Polizei können Sie selbst tätig werden.
🧹 Aufräumen und Entsorgung von Brandschutt sind keine Aufgaben der Feuerwehr.
🏠 Versicherung informieren
Bitte nehmen Sie möglichst umgehend Kontakt mit Ihrer Brand- oder Hausratversicherung auf.
In der Regel werden Schäden an Gebäude und Hausrat sowie notwendige Aufräumkosten ersetzt, sofern diese versichert sind.
⚠️ Vorsicht – Schadstoffe!
Bei Bränden entstehen gesundheitsschädliche Stoffe, die sich im Ruß und Brandschutt befinden.
Mit geeigneten Schutzmaßnahmen können Aufräumarbeiten jedoch selbst durchgeführt werden.
🧤 Sicherheit & Schutz
Tragen Sie bei Aufräumarbeiten:
- Schutzanzug mit Kapuze
- Atemschutz (FFP2 / FFP3) bei Staub
- Handschuhe für Trocken- und Nassarbeiten
❗ Kinder, ältere oder kranke Menschen sowie Haustiere sollten sich nicht in betroffenen Räumen aufhalten.
🚪 Türen geschlossen halten und Rußverschleppung vermeiden.
🌬️ Lüften & Sicherheit
Lüften Sie die betroffenen Räume mehrere Tage gründlich.
Achten Sie dabei auf eine ausreichende Diebstahlsicherung.
🥫 Lebensmittel
- Offene oder in Papier/Kunststoff verpackte Lebensmittel bitte entsorgen.
- Lebensmittel in unbeschädigten Glas- oder Metallverpackungen können ggf. verwendet werden.
👉 Im Zweifel: lieber wegwerfen.
👕 Reinigung
Kleidung mit Brandrückständen separat bei mindestens 60 °C waschen
Gegenstände und Spielzeug gründlich reinigen
Nur geeignete Industriesauger für Ruß verwenden
⚠️ Reinigungswasser enthält Schadstoffe – nur in kleinen Mengen entsorgen.
🗑️ Abfallentsorgung
Brandschutt gilt als Problemabfall und muss fachgerecht entsorgt werden.
Abfallberatung Landratsamt Rosenheim
📞 +49 8031 392-4313
🌐 www.abfall.landkreis-rosenheim.de
✉️ abfallberatung@lra-rosenheim.de
🚒 Fragen zum Brand?
Freiwillige Feuerwehr Prien a. Chiemsee
📞 08051 / 963550
✉️ info@feuerwehr-prien.de
🌐 www.feuerwehr-prien.de
🕒 Geschäftszeiten:
Mo–Fr: 07:00 – 12:00 Uhr
Mo–Do: 13:00 – 16:30 Uhr
ℹ️ Hinweis
Diese Informationen dienen der Orientierung. Aus ihnen können keine Rechtsansprüche abgeleitet werden.


