Kleiderschwimmen
Ja, dann ist er nass, ist doch logisch. Aber was passiert denn wirklich, wenn man im kompletten Schutzanzug ins Wasser fällt und vielleicht noch mit Atemschutz ausgerüstet ist?
Ein Szenario, das nicht so unrealistisch ist, die Feuerwehr Prien kommt zu Hilfe, falls auf dem Chiemsee ein Schiff brennt, ebenso gibt es im Einsatzbereich einige Pools in Wohnhäusern und Hotels, die bei Null-Sicht nur schwer zu erkennen sind.
Schnell stellte sich heraus, dass die Luftpolster im Schutzanzug das Untergehen verhindern.
Dieser Versuch wurde dann mit voller Ausrüstung, einschließlich der 17kg schweren Atemschutzausrüstung, wiederholt. Selbst hier konnten die Luftpolster ein vollständiges Absinken verhindern.
Da wir bei Einsätzen auf dem See natürlich immer mit einer automatischen Schwimmweste unterwegs sind, wurde auch diese mit voller Ausrüstung getestet. Wir nutzten für dieses Experiment ausgediente Rettungswesten, die, nachdem sich die Kameraden mit voller Ausrüstung ins Wasser fallen ließen, hervorragend funktionierten. Jedoch berichteten die Kameraden, dass sie zwar stabil über Wasser gehalten wurden, jedoch sich nicht mehr selbständig bewegen konnten.
Abschließend stellte sich noch die Frage, ob man mit Atemschutzgeräten tauchen kann.
Klar ist, dass Atemschutzgeräte keine Tauchgeräte sind und es fehlt uns auch die entsprechende Ausbildung. Jedoch ist es durchaus möglich in Notsituationen in geringer Wassertiefe eine ausreichende Luftversorgung sicherzustellen.
Neben dem Spaß der lockeren Übung konnten wir auch viele wichtige Erkenntnisse für unsere Einsätze gewinnen.
Wir wollen uns besonders beim PRIENAVERA Erlebnisbad und Herrn Dirk Schröder den Geschäftsführer der Chiemsee Marina GmbH, für die Möglichkeit die Übung durchzuführen bedanken.